Kategorie:Prinzipien
Für Projekte im öffentlichen Raum wurden Gestaltungsprinzipien festgelegt, die den stadträumlichen, gestalterischen, funktionalen, klimatischen, verkehrlichen und technischen Anforderungen gerecht werden. Die Gestaltungsprinzipien zeigen Wege auf, wie die wesentlichen räumlichen Qualitäten im Strassenraum und auf öffentlichen Plätzen erhalten, wiederhergestellt oder adaptiert werden können. Sie geben einen schnellen, umfassenden Überblick zu immer wiederkehrenden Fragen in Standardsituationen. In den Standardblättern sind die Hinweise zu den entsprechenden Normalien (Teil C) aufgeführt. Die aktuellen Standards und Normalien können unter www.bern.ch/bernbaut heruntergeladen werden. Die Standards und die Normalien entsprechen den Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes. «Bern baut – Planen und Projektieren im öffentlichen Raum» gibt keine definitiven Gestaltungskonzepte vor, sondern zeigt die Möglichkeiten und Spielräume auf, die im Regelfall in den öffentlichen Räumen zur Anwendung kommen.
Besonderheiten wie der UNESCO-Perimeter der Stadt Bern oder städtebaulich-denkmalpflegerisch herausragende Plätze und Strassen sind besonders zu beachten. Die spezifischen historischen Eigenschaften in der Gestaltung sollen beibehalten, gestärkt und weiterentwickelt werden. Orte mit hoher Aufenthaltsqualität können mit Standardelementen oder standardabweicheden Elementen gestaltet werden.
Im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Klimawandels sollen die Themen der Klimaanpassung mit hoher Priorität in die Planungsprozesse und in die Projekte integriert werden. Als wirkungsvolles Leitbild für eine klimaangepasste Stadt dient ein zusammenhängendes Netzwerk blau-grüner Infrastruktur. Dabei spielt das Planungsprinzips «Schwammstadt» eine entscheidende Rolle. Es beruht auf Verdunstung, Versickerung, Retention, temporären Flutungen und Notwasserwegen. Es ist ein integraler Lösungsansatz zur Verminderung der Hitzebelastung und der Vermeidung von Schäden durch Oberflächenabfluss.
Die resiliente Stadt ist dynamisch und adaptiv – gibt es neue Anforderungen, müssen die bestehenden Standards neu beurteilt, angepasst oder neue eingeführt werden (technische, funktionale und gestalterische Beurteilung). Neue Standards werden nur in «Bern baut» als Gestaltungsprinzip aufgenommen, wenn sie sich über einen längeren Zeitraum gestalterisch, betrieblich und bautechnisch in der Praxis bewährt haben.
Klimaanpassungsmassnahmen
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