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Zuständigkeiten bei Wasserbauprojekten

Aus Bern baut

Akteure

Bei der Realisierung von Wasserbauprojekten sind in der Regel mindestens drei Ebenen beteiligt, die gemeinsam an einer Problemstellung arbeiten: der Auftraggeber, der Subventionsgeber und der Auftragnehmer. In den verschiedenen Projektphasen übernehmen sie gemäss [A5] unterschiedliche Aufgaben:

Subventionsgeber

Der Subventionsgeber (Bund, Kanton) übernimmt die strategische Führung im Bereich Hochwasserschutz. Er ist verantwortlich für:

  • die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber
  • die fachliche Beratung und Unterstützung der Auftraggeber
  • einheitliche Praxis und Standards auf Stufe Kanton und Bund
  • die Verfahrenskoordination auf Kantons- und Bundesebene
  • die Koordination und Abstimmung der Bundes- und Kantonspolitik mit anderen
  • raumwirksamen Fachbereichen wie Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft, Wald
  • Raumplanung, etc.
  • Projektgenehmigung und Subventionierung

Auftraggeber

Der Auftraggeber übernimmt gemäss Wasserbaugesetz die operative Führung. Er ist verantwortlich für:

  • den Hochwasserschutz
  • die Sicherstellung des Unterhalts der Gewässer und Schutzbauten
  • die periodische Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Schutzbauten
  • die Bewältigung von Schadenereignissen
  • die Planung
  • die Realisierung von Schutzbauten und Anlagen sowie Renaturierungen
  • die Koordination mit den zuständigen Fachstellen

Innerhalb der Stadtverwaltung liegt die Verantwortung zur Realisierung von Wasserbauprojekten gemäss Verordnung über die Organisation der Stadtverwaltung (Organisationsverordnung; OV), Art43quarter, b beim Tiefbauamt. Im Organisationshandbuch (OHB) des Tiefbauamts der Stadt Bern, Kap.2.1.1, wird dieser Grundauftrag nochmals festgehalten:  Das Tiefbauamt ist verantwortlich für die Projektierung, die Realisierung und Unterhalt der Verkehrsanlagen, Kunstbauten, Wasserbauten und Abwasseranlagen.

Konzessionäre

Als weitere Akteure sind innerhalb der Stadt Bern folgende Konzessionäre zu beachten:

  • BKW
  • EWB
  • Augsburger AG Bern, Handelsmühle

Die entsprechenden Konzessionsstrecken, wie auch die Vereinbarungen zu den Konzessionen können aus dem WEB-GIS entnommen werden (z.Z. noch pendent)

Die Umsetzung im Web-GIS ist mit Stand vom 8. April 2026 noch pendent

Artikel mit pendenten Informationen

Auftragnehmer

Der Auftragnehmer (Planer, Projektingenieur, Bauleiter) führt die in Auftrag gegebenen Projektphasen (vgl. Kap. 022) aus oder übernimmt die Gesamtleitung des Projekts für den Auftraggeber.

Projektphasen

Das Leistungsmodell des schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) umfasst sechs Phasen und zwölf Teilphasen. Es beschreibt damit den ganzen “Lebenszyklus“ eines Bauwerkes von der Bedürfnisformulierung bis hin zur Bewirtschaftung.

Der in Abb. 022-1 dargestellte Ablauf ist in der Praxis ein iterativer Prozess, der je nach Projekt und Ausgangslage einen zu definierenden Startpunkt hat und unterschiedliche Phasen durchläuft. Je nach Komplexität und Umfang des Projektes oder je nach Dringlichkeit der Massnahmen (Sofortmassnahmen nach Hochwasserereignissen) werden die Projektphasen unterschiedlich tief bearbeitet. Es ist auch möglich, dass einzelne Projektphasen im Laufe des Gesamtprojektes mehrmals durchlaufen werden.

Projektphasen gemäss SIA 103, Darstellung aus dem Leitfaden KOHS 2004 [A5], erweitert
Abbildung 022-1: Projektphasen gemäss SIA 103, Darstellung aus dem Leitfaden KOHS 2004 [A5], erweitert

Im mittleren Ring werden, durch die Intensität der Graufärbung in der entsprechenden Ebene, die Aufgaben der Akteure (Subventionsgeber, Auftraggeber und Auftragnehmer) in den einzelnen Projektphasen verdeutlicht:

  • dunkelgrau: Akteur hat Schlüsselrolle.
  • grau, hellgrau, weiss: Akteur hat untergeordnete Rolle.

Ist eine Übertragung definierter Teilaufgaben des Auftraggebers an einen Spezialisten möglich, ist dies durch einen * gekennzeichnet. Der innere Ring enthält Verweise auf die Kapitel des vorliegenden Fachordners.

Qualität

Zuständigkeiten Bund

Zuständigkeiten Kanton

Arbeitsgruppen

Vereine / Körperschaften

Quellen