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== Massgebende Quellen und Grundlagen == | == Massgebende Quellen und Grundlagen == | ||
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=== Externe Quellen === | === Externe Quellen === | ||
* [[Quellen:VSA-Richtlinie Abwasserbewirtschaftung bei Regenwetter]] | * [[Verwendet Quelle::Quellen:VSA-Richtlinie Abwasserbewirtschaftung bei Regenwetter]] | ||
* [[Quellen:Regenwasser im Siedlungsraum (BAFU)]] | * [[Verwendet Quelle::Quellen:Regenwasser im Siedlungsraum (BAFU)]] | ||
* [[Quellen:BlueGreenStreets Toolbox (HafenCity Universität Hamburg)]] | * [[Verwendet Quelle::Quellen:BlueGreenStreets Toolbox (HafenCity Universität Hamburg)]] | ||
* [https://sponge-city.info Infoplattform Schwammstadt] | * [https://sponge-city.info Infoplattform Schwammstadt] | ||
Version vom 31. März 2026, 12:57 Uhr
Diese Seite zeigt beispielhaft einen Aufbau, der sich stärker am Wiki-Konzept orientiert, als dies beim direkt aus dem PDF-Arbeitsmittel übernommenen Blau-grüne Infrastruktur der Fall ist.
Schwammstadt-Prinzip
Das Schwammstadtprinzip ist ein zentraler Ansatz zur Entwicklung blau-grüner Infrastruktur im urbanen Raum. Es beschreibt eine Stadtgestaltung, die Niederschlagswasser dezentral bewirtschaftet: Das Wasser wird möglichst am Ort des Anfalls zurückgehalten, verdunstet, versickert oder genutzt, anstatt es rasch in die Kanalisation abzuleiten.
Grundlage: Gestaltungsprinzipien für Projekte im öffentlichen Raum.
Grundprinzip
Eine Schwammstadt ist so konzipiert, dass sie Versickerung, Verdunstung und Retention von Niederschlagswasser fördert. Durch den Oberflächenrückhalt und die verzögerte Ableitung werden Abflüsse reduziert, die lokale Grundwasserneubildung gefördert, die Stadtvegetation mit Wasser versorgt und kühlende Verdunstungseffekte erhöht. Das Niederschlagswasser wird von Freiflächen, Verkehrsflächen und Dächern gesammelt und zu bestehenden und neuen Grünflächen und Bäumen geleitet. Gleichzeitig wird das Kanalsystem entlastet und das Risiko bei Starkregenereignissen reduziert.
Die drei massgebenden Prozesse:
| Prozess | Wirkung |
|---|---|
| Verdunstung (Evapotranspiration) | Kühlung des Stadtklimas; Feuchteanreicherung der Luft |
| Versickerung | Grundwasserneubildung; Reduktion des Oberflächenabflusses |
| Retention (Rückhalt) | Drosselung des Abflusses bei Starkniederschlägen; Entlastung der Kanalisation |
Das natürliche System (unbebauter Zustand) weist im Vergleich zum konventionellen versiegelten Strassenraum deutlich höhere Verdunstungs- und Versickerungsanteile auf. Das Schwammstadtprinzip zielt darauf ab, die Wasserbilanz urbaner Räume in Richtung des natürlichen Systems zu verbessern.
Vergleich der Systeme
Gestaltungsprinzipien für Projekte im öffentlichen Raum unterscheidet drei Systemtypen:
- System A – Natürliches System
- Hohe Verdunstung und Versickerung, minimaler Abfluss.
- System B – Konventionelle Entwässerung
- Hoher Abfluss über versiegelte Flächen in die Kanalisation; geringe Verdunstung und Versickerung.
- System C – Schwammstadt
- Angestrebtes Gleichgewicht; dezentrale Bewirtschaftung mit Grünflächen, sickerfähigen Belägen und Retentionsflächen.
Synergien von Wasser und Grün
Sind Grünflächen ausreichend mit Wasser versorgt, bleiben sie vital, entfalten ihr optimales Verdunstungspotenzial, wirken kühlend und tragen zu einer verbesserten Biodiversität bei. Diese Synergien von Wasser und Grün sind wenn immer möglich zu nutzen und mit Baumpflanzungen zu verbinden.
Typische Massnahmen:
- Versickerungsflächen, die gleichzeitig als Grünflächen dienen
- Parks mit integrierten Wasserläufen zur Versickerung und Kühlung
- Durchlässige Beläge (Schotterrasen, ungebundene Pflästerung, Drainasphalt)
- Mulden und Retentionsflächen auf Strassen und Plätzen
- Dach- und Fassadenbegrünung zur Dämpfung des Regenabflusses
- Wasserbewirtschaftung für Bäume im Strassenraum
Massgebende Randbedingungen
- Gewässerschutzbereich (Au/üB) gemäss Geoportal Kanton Bern
- Belastungsklassen des Niederschlagswassers
- Distanz Grundwasserspiegel zu Terrain (Flurabstand)
- Belastete Standorte (Altlasten)
- Sickerleistung des Bodens und Untergrunds
- Interaktion zwischen Bäumen und Versickerungsflächen
Faktoren für einen guten Umgang mit Niederschlagswasser:
- Betrachtungsperimeter und Dimensionierungsgrundlagen
- Topografie und Oberflächenabfluss
- Hitzebelastung und Tausalzbelastung
- Bestandsbäume und Mitbenutzung der Flächen
Planerische Einbettung
In der Vorstudienphase ist ein Niederschlagswassermanagement festzulegen, das auch die Nutzung des Wassers einbezieht. Die Zulässigkeit der einzelnen Schwammstadtelemente richtet sich nach der Gesetzgebung des Amts für Wasser und Abfall (AWA) des Kantons Bern sowie der VSA-Regenwasserrichtlinie. Für die Stadt Bern sind diese Anforderungen in der Arbeitshilfe Urbaner Wasserhaushalt – Niederschlagswassermanagement im öffentlichen Raum konkretisiert.
Massgebende Quellen und Grundlagen
Arbeitsmittel Stadt Bern
- Gestaltungsprinzipien für Projekte im öffentlichen Raum
- Arbeitshilfe Urbaner Wasserhaushalt – Niederschlagswassermanagement im öffentlichen Raum
- Arbeitshilfe Wurzelraum für Bäume im Strassenraum