Blau-grüne Infrastruktur: Unterschied zwischen den Versionen
Die Seite wurde neu angelegt: „Blau-grüne Infrastruktur bezeichnet ein integriertes Konzept zur Gestaltung urbaner Räume, das natürliche Wasserressourcen (blau) und Grünflächen (grün) miteinander verknüpft. Ziel ist es, städtische Lebensräume ökologisch nachhaltiger zu gestalten, indem versiegelte Flächen entsiegelt und Wasser- und Vegetationssysteme kombiniert werden, um Niederschlagswasser zu managen, die Biodiversität zu fördern, das Mikrokl…“ |
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# «Abwasserbewirtschaftung bei Regenwetter», VSA-Richtlinie, 2019 | # «Abwasserbewirtschaftung bei Regenwetter», VSA-Richtlinie, 2019 | ||
# «Versickern von Regen- und Reinabwasser», Merkblatt des Amts für Wasser und Abfall, 2021 | # «Versickern von Regen- und Reinabwasser», Merkblatt des Amts für Wasser und Abfall, 2021 | ||
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# «Beispielsammlung Guter Umgang mit Regenwasser», Schweizerischer Verband Kommunale Infrastruktur, 2022 | # «Beispielsammlung Guter Umgang mit Regenwasser», Schweizerischer Verband Kommunale Infrastruktur, 2022 | ||
# «Regenwasser im Siedlungsraum», Bundesamt für Umwelt, 2022 | # «Regenwasser im Siedlungsraum», Bundesamt für Umwelt, 2022 | ||
# «[[BlueGreenStreets Toolbox]]», HafenCity Universität Hamburg, 2022 | # «[[BlueGreenStreets Toolbox]]», HafenCity Universität Hamburg, 2022 | ||
# Infoplattform Schwammstadt: sponge-city.info | # Infoplattform Schwammstadt: sponge-city.info | ||
Version vom 17. März 2026, 17:48 Uhr
Blau-grüne Infrastruktur bezeichnet ein integriertes Konzept zur Gestaltung urbaner Räume, das natürliche Wasserressourcen (blau) und Grünflächen (grün) miteinander verknüpft. Ziel ist es, städtische Lebensräume ökologisch nachhaltiger zu gestalten, indem versiegelte Flächen entsiegelt und Wasser- und Vegetationssysteme kombiniert werden, um Niederschlagswasser zu managen, die Biodiversität zu fördern, das Mikroklima zu verbessern und die Lebensqualität zu erhöhen. Beispiele sind Versickerungsflächen, die gleichzeitig als Grünflächen dienen, oder Parks mit integrierten Wasserläufen zur Versickerung und Kühlung durch Verdunstung. So ist in der Vorstudienphase ein Niederschlagswassermanagement festzulegen, das auch die Nutzung des Wassers einbezieht.
Grundsätze
Die Entwicklung von blau-grüner Infrastruktur bewegt sich im Spannungsfeld unterschiedlicher Perspektiven. Infrastrukturprojekte sind komplex und stehen im Blickfeld der Öffentlichkeit. Umso mehr sind sie auf einen qualifizierten Planungsablauf angewiesen. Fachdisziplinen, die bisher oft parallel arbeiteten, sind gefordert, innovative und kooperative Lösungen zu entwickeln. Es braucht ein Umdenken bei der Planung des öffentlichen Raums, so muss der Umgang mit Niederschlagswasser stärker in die Konzeptarbeit und Vorstudienphase integriert werden.
Der Entwicklungskreis veranschaulicht, welche Themen und Rahmenbedingungen in der Analysephase entscheidend sind, um blau-grüne Infrastruktur integrativ zu planen und entwickeln. Dies eröffnet Handlungsspielräume für die weitere Projektentwicklung und die erfolgreiche Realisierung.
Das Schwammstadtprinzip ist ein wegweisender Ansatz zur Entwicklung blau-grüner Infrastruktur und wird im nachfolgenden Kapitel näher erläutert.
Gestaltungsmerkmale
Für den Umgang mit dem Niederschlagswasser gelten folgende Grundsätze und Prioritäten:
- Priorität 1 - Niederschlagswasseranfall minimieren (Entsiegelung fördern, Versiegelung vermeiden) und Niederschlagswasserbelastung reduzieren. Flächige Versickerung am Ort des Anfalls und Versickerung über die Schulter
- Priorität 2 - Oberirdische Retention (z.B. in offene Wasserfläche) und Begrünung zur Förderung der Verdunstung
- Priorität 3 - Oberirdische Versickerung mit Bodenpassage, auch in Kombination mit Bäumen
- Priorität 4 - Oberirdische Versickerung ohne Bodenpassage, auch in Kombination mit Bäumen (Typ 2b nur mit Bewilligung durch Tiefbau Stadt Bern möglich)
- Priorität 5 - Unterirdische Retention und ggf. Nutzung des Niederschlagswassers
- Priorität 6 - Unterirdische Versickerung (nur bei Dachwasser)
- Priorität 7 - Ableiten in die Regenabwasserkanalisation (Trennsystem) bzw. in das Gewässer (unter Einhaltung der Einleitbedingungen)
- Priorität 8 - Ableiten in die Mischabwasserkanalisation
Anwendungen
(Abbildung als SMW-Attribute)
- Gesamte Stadt
- Neubaugebiete und Entwicklungsareale
Hinweise
(Erläutern und Auflistung als «Einzelnachweise»)
- Gewässerschutzgesetz Art. 7 Abs. 2
- «Abwasserbewirtschaftung bei Regenwetter», VSA-Richtlinie, 2019
- «Versickern von Regen- und Reinabwasser», Merkblatt des Amts für Wasser und Abfall, 2021
- «Urbaner Wasserhaushalt – Niederschlagswassermanagement im öffentlichen Raum», Arbeitshilfe der Stadt Bern, 2025
- «Beispielsammlung Guter Umgang mit Regenwasser», Schweizerischer Verband Kommunale Infrastruktur, 2022
- «Regenwasser im Siedlungsraum», Bundesamt für Umwelt, 2022
- «BlueGreenStreets Toolbox», HafenCity Universität Hamburg, 2022
- Infoplattform Schwammstadt: sponge-city.info