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Schotterrasen: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Bern baut
Timo Bezjak (Diskussion | Beiträge)
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Die Oberfläche besteht aus einer durchlässigen Struktur aus mineralischem Material mit lockerem Pflanzenbewuchs, dessen Grünanteil je nach Pflege, Standort und Nutzung variiert. Verwendet wird eine tragfähige, pflanzenfreundliche Schotter-Humus-Mischung aus gebrochenem Steinmaterial mit einem Oberbodenanteil von 15 bis 30 Prozent. Die Begrünung erfolgt durch Einsaat geeigneter Mischungen wie Schotterrasen, Magerrasen oder Magerwiese. Der Aufbau umfasst eine gewalzte 3 cm starke Splittschicht 4/8 mit 30 g/m² Saatgut, darunter 15 cm Wachstumsschicht aus gebrochenem Kiesgemisch 0/16 mit 15 bis 30 Prozent Kulturerdeanteil, gefolgt von einer frostsicheren Fundationsschicht aus gebrochenem Kiesgemisch 0/45 und einem Untergrund mit ausreichender Sickerfähigkeit. Schotterrasen lässt sich gut mit Ausstattungselementen oder Bäumen kombinieren und fügt sich dezent in Stadträume ein.
Die Oberfläche besteht aus einer durchlässigen Struktur aus mineralischem Material mit lockerem Pflanzenbewuchs, dessen Grünanteil je nach Pflege, Standort und Nutzung variiert. Verwendet wird eine tragfähige, pflanzenfreundliche Schotter-Humus-Mischung aus gebrochenem Steinmaterial mit einem Oberbodenanteil von 15 bis 30 Prozent. Die Begrünung erfolgt durch Einsaat geeigneter Mischungen wie Schotterrasen, Magerrasen oder Magerwiese. Der Aufbau umfasst eine gewalzte 3 cm starke Splittschicht 4/8 mit 30 g/m² Saatgut, darunter 15 cm Wachstumsschicht aus gebrochenem Kiesgemisch 0/16 mit 15 bis 30 Prozent Kulturerdeanteil, gefolgt von einer frostsicheren Fundationsschicht aus gebrochenem Kiesgemisch 0/45 und einem Untergrund mit ausreichender Sickerfähigkeit. Schotterrasen lässt sich gut mit Ausstattungselementen oder Bäumen kombinieren und fügt sich dezent in Stadträume ein.
   
   
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|Schotterrasen kommt in der ganzen Stadt zur Anwendung. Er ist geeignet für Vorplätze, Velo- und Autoabstellplätze, Tramtrassen und Zufahrtswege. Schotterrasen ist ungeeignet für Containerstandplätze.
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== Anwendungen ==
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- Gesamte Stadt
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- Vorplätze/Parkplätze für Velos und Autos
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- Tramtrasse
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- Zufahrtswege
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Ungeeignet für Containerstandplätze
Ungeeignet für Containerstandplätze


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== Hinweise ==
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Grundsätzlich nicht hindernisfrei
* Grundsätzlich nicht hindernisfrei
Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG)
* Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG)
VSS SN 640 075 «Fussgängerverkehr - Hindernisfreier Verkehrsraum»
* VSS SN 640 075 «Fussgängerverkehr - Hindernisfreier Verkehrsraum»
Parkplätze: Kennzeichnung für Parkplatzmarkierungen müssen angedacht werden (weiss/blau).
* Parkplätze: Kennzeichnung für Parkplatzmarkierungen müssen angedacht werden (weiss/blau).
Biodiversitätskonzept 2025-2035 der Stadt Bern
* Biodiversitätskonzept 2025-2035 der Stadt Bern
«Urbaner Wasserhaushalt – Niederschlagswassermanagement im öffentlichen Raum», Arbeitshilfe der Stadt Bern, 2025
* «Urbaner Wasserhaushalt – Niederschlagswassermanagement im öffentlichen Raum», Arbeitshilfe der Stadt Bern, 2025
Liste der invasiven und potenziell invasiven Neophyten der Schweiz: www.infoflora.ch
* Liste der invasiven und potenziell invasiven Neophyten der Schweiz: [https://www.infoflora.ch www.infoflora.ch]

Aktuelle Version vom 9. Januar 2026, 19:07 Uhr

Schotterrasen ist eine unversiegelte, begrünte Oberfläche. Sie ist mit Schotter und humosem Material gemischt. Dadurch ist sie tragfähig und bedingt befahrbar. In den Zwischenräumen wächst eine robuste Vegetation aus Gräsern oder Kräutern. Der Belag vereint Funktionalität mit ökologischen Vorteilen und eignet sich für wenig bis mässig genutzte Flächen.

Dank seiner Sickerfähigkeit versickert anfallendes Niederschlagswasser direkt im Boden, hält es zurück und verdunstet es teilweise wieder. Die Begrünung trägt zur Kühlung der Oberfläche bei und fördert die Biodiversität. Bei der Planung sind die Anforderungen an die Hindernisfreiheit zu berücksichtigen, und der Aufbau ist jeweils dem Anwendungsort entsprechend zu gestalten.

Niederwuchs ist gewünscht. Eine Versickerung am Ort des Anfalls ist möglich. Ausreichende Sickerfähigkeit des Untergrunds unter der belebten Oberbodenschicht bzw. des bewachsenen Bodens (Vernässung des Bodens verhindern): Spez. Sickerfähigkeit (Sspez) ≥ 0.5 l/min pro m2

Gestaltungsmerkmale

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Die Oberfläche besteht aus einer durchlässigen Struktur aus mineralischem Material mit lockerem Pflanzenbewuchs, dessen Grünanteil je nach Pflege, Standort und Nutzung variiert. Verwendet wird eine tragfähige, pflanzenfreundliche Schotter-Humus-Mischung aus gebrochenem Steinmaterial mit einem Oberbodenanteil von 15 bis 30 Prozent. Die Begrünung erfolgt durch Einsaat geeigneter Mischungen wie Schotterrasen, Magerrasen oder Magerwiese. Der Aufbau umfasst eine gewalzte 3 cm starke Splittschicht 4/8 mit 30 g/m² Saatgut, darunter 15 cm Wachstumsschicht aus gebrochenem Kiesgemisch 0/16 mit 15 bis 30 Prozent Kulturerdeanteil, gefolgt von einer frostsicheren Fundationsschicht aus gebrochenem Kiesgemisch 0/45 und einem Untergrund mit ausreichender Sickerfähigkeit. Schotterrasen lässt sich gut mit Ausstattungselementen oder Bäumen kombinieren und fügt sich dezent in Stadträume ein.

Anwendung

Schotterrasen kommt in der ganzen Stadt zur Anwendung. Er ist geeignet für Vorplätze, Velo- und Autoabstellplätze, Tramtrassen und Zufahrtswege. Schotterrasen ist ungeeignet für Containerstandplätze.

  • Gesamte Stadt
  • Vorplätze/Parkplätze für Velos und Autos
  • Tramtrasse
  • Zufahrtswege

Ungeeignet für Containerstandplätze

  • Grundsätzlich nicht hindernisfrei
  • Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG)
  • VSS SN 640 075 «Fussgängerverkehr - Hindernisfreier Verkehrsraum»
  • Parkplätze: Kennzeichnung für Parkplatzmarkierungen müssen angedacht werden (weiss/blau).
  • Biodiversitätskonzept 2025-2035 der Stadt Bern
  • «Urbaner Wasserhaushalt – Niederschlagswassermanagement im öffentlichen Raum», Arbeitshilfe der Stadt Bern, 2025
  • Liste der invasiven und potenziell invasiven Neophyten der Schweiz: www.infoflora.ch